Mitglieder machen den EVL Zukunftsfähig
Richtungsweisend - das war die diesjährige Jahreshauptversammlung des EV Lindau in der die Mitglieder der Islanders eine neue Vorstandsstruktur verabschiedeten. Nach dem enormen Wachstum der letzten 12 Monate hatte die bisherige Aufgabenverteilung den Anforderungen der Zeit nicht mehr entsprochen. Denn die Islanders haben auf allen Ebenen Zuwachs erhalten: Mehr Zuschauer (im Schnitt 815 pro Spiel), mehr Sponsoren sowie eine weiter intensivierte Nachwuchsarbeit.
Gerade der erfreulichen Entwicklung im Bereich Marketing und Sponsoring trugen die Mitglieder des EVL Rechnung und stimmten der Satzungsänderung zu, die den nun fünfköpfigen Vorstand um den Marketingvorstand erweitert. Zudem wurde im Vereins-ausschuss die Beiratsposition "Fanbeauftragter" aufgenommen. Übernommen werden die Positionen von Bernd Wucher und Michael Messmer. Wucher wird nun dem EVL in Doppelfunktion als sportlicher Leiter und Marketingvorstand zur Verfügung stehen. "Diese Aufgaben hatte er schon zuvor übernommen", sagt Vorsitzender Marc Hindelang. "Nun haben wir die Stellen eindeutig beschrieben und ihrer Wichtigkeit nach zugeordnet. Dies ist auch für die Außenwirkung wichtig, da es einen Unterschied macht, ob der sportliche Leiter Sponsorenverträge abschließt oder eben ein Mann mit Vorstandsbefugnissen."
"Sponsoren sind nicht nur Geldgeber, sondern Partner", lautet dabei die Philosophie des EV Lindau, der seine Sponsoren Anfang September zu einem gemeinsamen Abend im Hotel Helvetia einlud, um über die Eckdaten des EVL zu informieren. Hier zeigten beachtliche Zahlen die Entwicklung des Vereins, der inzwischen mit einem Etat von rund 300000 Euro plant, von dem über ein Drittel - 120000 Euro - für die Nachwuchsarbeit aufgewendet wird, vordringlich für Reise- und Ausrüstungskosten. Seit 2006 wuchs die Zahl der Nachwuchsspieler von 60 auf 170. Durch gezielte Maßnahmen wie Schnuppertrainings neugierig auf den Sport gemacht, durch professionelle Betreuung lizenzierter Trainer gefördert und dadurch bei der Stange gehalten. Dass ab dieser Saison der bisherige Trainer der ersten Mannschaft, Willy Bauer, als Cheftrainer in den Nachwuchs wechselt, bezeichnet Bernd Wucher als "Quantensprung für den EVL in der Talentförderung." Dass in der vergangenen Saison zahlreiche Spenden für den Nachwuchs der Islanders eingingen, sei zudem ein Zeichen für die Wertschätzung dieser Arbeit.
Enorm gewachsen sind die Zuschauerzahlen in der Eissportarena. 20000 bei Spie-len des EVL, insgesamt 60000 Besucher in der vergangenen Saison, die zahlreiche Highlights bot und Lindau "eindrucksvoll auf die Eishockey-Landkarte gesetzt habe. Sportlich ist der EVL ein Aushängeschild für unsere Stadt", sagte Vorsitzender Hin-delang. Zudem attraktiv für Unternehmen, die im Umfeld der Islanders werben wollen. "Wir freuen uns über die tolle Entwicklung, wissen aber auch, dass wir weiter hart arbeiten müssen, um auf diesem Level bleiben zu können", sagte Wucher, der unter anderem die Hospitality-Möglichkeiten rund um die neue Sitztribüne herausstellte. Damit und mit Banden- und Bannerwerbung gebe es viele Möglichkeiten, attraktive Pakete zu schnüren. Neue Werbemöglichkeiten sind die Eis- und Deckenwürfel-Werbung in der Arena. In Verbindung mit den Zugriffen auf die Homepage des EV Lindau könne der Verein seine Partner und sich hervorragend präsentieren. So haben die Zugriffe auf evlindau.de mit Beginn der vergangenen Saison monatlich die Millionengrenze locker übersprungen, lagen von Oktober bis Februar zwischen 1,2 und 1,4 Millionen Besuchern. In der neuen Saison wird sich die Homepage der Islanders runderneuert zeigen und in neuem Design im Web die Richtung weisen.
Remis in Freiburg und Kantersieg gegen Memmingen
Der EV Lindau zeigt sich weiterhin in guter Form: Gegen den ehemaligen Zweitligisten EHC Freiburg erkämpften sich die Islanders am Samstag ein 1:1 Unentschieden. Am Sonntag besiegte der EVL am Hühnerberg in Memmingen den ECDC mit 12:2.
Zunächst reiste die Truppe von Michael Rossi in den Breisgau: Dort erwartete die Islanders eine große Unbekannte: Nach der Insolvenz im letzten Jahr treten die Freiburger nun in der Regionalliga an. Welche Stärke das Team in der kommenden Saison auf das Eis bringen wird, ist noch unklar. Mit einem Rumpfkader liefen die Islanders gegen die Wölfe auf. Viele Spieler konnten aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen den beschwerlichen Weg durch den Schwarzwald nicht mit anreten. Das Ergebnis konnte sich aber durchaus sehen lassen: Ein Tor von Eigengewächs Timo Krohnfoth bereits in der 3. Minute bescherte den Islanders eine lang andauernde Führung. Erst in der 42. Minute glichen die Hausherren in der Franz-Siegel-Halle zum 1:1-Endstand aus.
Nur einen Tag später wartete der Erzrivale ECDC Memmingen auf die Islanders. Eine echte Standortbestimmung konnten die Indians den Islanders jedoch nicht bieten. Zu schwer waren die Beine der Allgäuer nach einem intensiven Trainingslager, die nach 60. Minuten ein 12:2 aus Sicht des EV Lindau auf der Anzeigentafel bestaunen mussten. ?Bei uns lief es einfach wie am Schnürchen: Fast jeder Schuss hat gesessen und alles fiel sehr leicht. Bei den Indians klappte gar nichts. Wir werden sicher beim Rückspiel in zwei Wochen ein anderes Memmingen erleben?, sagte der sportliche Leiter Bernd Wucher nach der Schlusssirene. Das Spielgeschehen in Memmingen entwickelte sich nach den beiden Treffern im ersten Drittel durch Timo Krohnfoth (12.) und Zdenek Cech (19.) in eine Richtung. Nach 40. Minuten stand es bereits 7:0 für den EV Lindau nach Toren von Nikolas Oppenberger (26., 36.), Zdenek Chech (29.), James Nagle (34.) und Timo Krohnfoth (38.). ?Das war kein Duell auf Augenhöhe, aber daran ist die unterschiedliche Vorbereitung beider Teams schuld. Die Indians waren einfach platt?, resümierte auch der 2. Vorsitzende Peter Riedmüller, der auch im letzten Drittel seine Islanders weiter im Vorwärtsgang bewundern konnte. Erneut traf der EVL fünf Mal durch Stephan Trolda (42.), Nikolas Oppenberger (45.), Andreas Pufal (47.), Zdenek Cech (52.) und Manuel Merk (60.) man kassierte allerdings auch noch zwei Gegentreffer. ?Klar freut man sich über ein 12:2, aber unter diesen Vorzeichen ist das Ergebnis natürlich völlig verzerrt. Erst nach dem ersten Ligaspiel gegen Sonthofen werden wir wirklich wissen, wo unser Team steht?, so Riedmüller weiter.
Freiburg und Memmingen vor der Brust
Die Vorbereitung der Islanders geht in die entscheidende Phase. An diesem Wochenende stehen der EHC Freiburg und der ECDC Memmingen auf dem Programm.
Am Samstag treten die Islanders die Reise in den Breisgau an. Um 17:00 Uhr wartet dort der EHC Freiburg auf den EVL. Die Wölfe spielten in der abgelaufenen Saison noch in der 2. Bundesliga, mussten allerdings nach einem Insolvenzverfahren den bitteren Gang nach unten antreten. Die Regionalliga Süd-West ist die neue Heimat der alten Heimat des langjährigen EVL-Stürmers David Volek. "Wie immer sind uns in der Vorbereitung die Ergebnisse egal", sagt der 2. Vorsitzende Peter Riedmüller, ?wir freuen uns in erster Linie auf den traditionsreichen Gegner.?
Nur einen Tag später testet der EV Lindau den Lokalrivalen aus Memmingen ab 18:30 Uhr. Für die Maustädter liefen zuletzt noch zwei Kontingentspieler im Try-Out auf. Das Ergebnis: Ein Sieg gegen Oberligisten EV Füssen am vergangenen Wochenende. Somit ein echter Prüfstein für die Jungs von Michael Rossi: "Die Rivalität und die sicherlich zahlreich erscheinenden Zuschauer werden dem Derby Pflichtspielcharakter verleihen", so Riedmüller weiter.
Schlechte Nachrichten gibt es hingegen aus dem Lazarett des EV Lindau. Die Verletzung von Matthias Schwarzbart während des Testspiels in Königsbrunn entpuppte sich als weit dramatischer als zunächst gedacht. "Ich musste zweimal am Oberschenkel operiert werden", berichtet Schwarzbart vom Krankenbett aus. Die zunächst als schwere Prellung diagnostizierte Verletzung stellte sich als schwerwiegendes Kompartmentsyndrom heraus. "Ich werde mindestens zwei Monate ausfallen", so Schwarzbart, der damit neben Andreas Hops der zweite längerfristige Ausfall im Kader des EVL ist.
Der dichtgedrängte Terminkalender macht es notwendig, dass die Spieler des EV Lindau mobil sind, um Beruf und Studium mit Eishockey verbinden zu können, gerade auch, wenn sie nicht in Lindau wohnen.
Deshalb freuen sich die Islanders besonders über die Unterstützung bedeutender Autohäuser aus der Region.
So stellt das Lindauer Autohaus Seitz dem EVL für die kommende Saison einen Skoda Fabia zur Verfügung. Das Foto zeigt bei der Übergabe EVL- Stürmer Michael Waldherr mit Nicole Keller und
Peter Kienle vom Autohaus Seitz.
Aus Ravensburg kommt Untersützung vom Smartcenter Ravensburg. Bernhard Leiprecht, Neuzugang aus Ravensburg, der gleichzeitig in Weingarten studiert, kann in dieser Spielzeit ein Smart Cabrio nutzen. Das Bild zeigt von links Bruno Ringgenbrugger, Bernd Wucher, Bernhard Leiprecht und Oswald Freivogel. "Es ist eine tolle Geste, dass wir von solchen Partnern unterstützt werden, die es jungen Menschen ermöglichen, Studium, Beruf und leistungsorientierten Sport unter einen Hut zu bringen. Dafür bedanken wir uns recht herzlich"; sagt der sportliche Leiter des EVL, Bernd Wucher.
EV Lindau gewinnt mit 4:3
Auch das zweite Testspiel der noch jungen Saison entschieden die Islanders für sich:
Gegen den Erzrivalen aus Buchloe gewannen die Cracks von Trainer Michael Rossi mit 4:3.
Dabei erwischten die Islanders einen schlechten Start: Nach neun Minuten jubelten die Piraten zum ersten Mal. Zwar gelang Martin Valenti in der 15. Minute der Aus-gleich, dennoch ging der EVL mit einem deutlichen 1:3 in die erste Pause. "Wir haben das erste Drittel klassisch verschlafen. Der Trainer fand allerdings in der Kabine deutliche Worte und man hat auch gesehen, dass die Einstellung nach dem ersten Drittel eine völlig andere war", sagte Team-manager Sebastian Schwarzbart nach der Partie. In Überzahl war es Nikolas Oppenberger, der zunächst freistehend den Anschlusstreffer markierte (29.), bevor kurz vor der zweiten Pause die Islanders zum Doppelschlag ausholten: Stephan Trolda besorgte den Ausgleichs-treffer in der 38. Minute, wenige Momente später stellte Zdenek Cech mit einem Powerplay-Treffer bereits den Endstand her. Im Abschlussdrittel ließ die starke Islanders-Defensive nichts mehr anbrennen. Im Gegenteil: Ein deutliches Chancenplus stand auch im letzten Abschnitt auf der EVL-Habenseite.
Nach dem Spiel zeigte sich EVL-Trainer Rossi vor allem von einem Spieler begeistert: "Wir können wirklich froh sein Spieler wie Manuel Merk in den Reihen zu haben. Was der Junge heute an Einsatz und Einstellung auf das Eis gebracht hat, ist vorbildlich. Der EVL kann stolz sein, solche Nachwuchsspieler ausgebildet zu haben."
Eine Schrecksekunde musste Matthias Schwarzbart nach dem Freitagsspiel in Königsbrunn überstehen: Nach einem Schlag auf den Oberschenkel ging es für den Lindauer zur weiteren Beobachtung ins Krankenhaus. Die Verletzung entpuppte sich allerdings als nicht weiter dramatisch: In ein bis zwei Wochen geht es für das Eigengewächs wieder auf das Eis.
Für die restlichen Islanders geht es bereits am kommenden Samstag weiter. Dann steht um 17:00 Uhr der EHC Freiburg im Breisgau für den nächsten Test bereit.
4:3-Erfolg gegen Königsbrunn - Islanders gewinnen erstes Vorbereitungsspiel
Der EV Lindau startet mit einem Erfolgserlebnis in die Vorbereitung: Beim ersten Test unter Wettkampfbedingungen siegten die Islanders gegen den Ligakonkurrenten Königsbrunn mit 4:3.
Von Anfang an bekamen die 150 Zuschauer in Königsbrunn zu sehen, dass sich die Trainings-einheiten der Islanders gelohnt haben. Die Mannen von Trainer Michael Rossi, der seine Premiere an der Bande des EVL feierte, nahmen schnell das Heft des Handelns in die Hand und kamen früh durch Tore von James Nagle (3.) und Zdenek Cech (9,) zu einer komfor-tablen 2:0-Führung. "Wir haben gleich Druck erzeugt und den Gegner zu Fehler zwingen können", sagte Teammanager Sebastian Schwarzbart nach der Partie. Zwölf Sekunden vor der ersten Drittelpause erhöhte EVL-Neuzugang Stephan Trolda sogar noch auf 3:0. Im zweiten Durchgang wurde die Partie ausgeglichener: Nach 36. Minuten kamen die Pinguine ihrerseits zu ihrem ersten Treffer. Im letzten Abschnitt konnten die Hausherren zunächst den Anschlusstreffer in der 54. Minute erzielen. James Nagle traf jedoch in der Schlussminute zum vorentscheidenden 4:2. Das erneute Anschlusstor, 15 Sekunden vor der Schlusssirene, war aus Sicht der Gastgeber reine Kosmetik. "Man sieht, dass noch ein bisschen Sand im Getriebe ist, aber wir sind auf einem sehr guten Weg", resümierte Schwarzbart nach dem Spiel. "Das Ergebnis in solchen Spielen ist mehr als zweitrangig, aber der Sieg ist trotzdem ein Erfolgs-erlebnis für unser neues Team." Am Sonntag geht es für die Islanders bereits im gewohnten Bayernliga-Rhythmus weiter: Um 18:00 Uhr wartet der ESV Buchloe auf die Islanders. Ein Test zwischen den Dauerrivalen der letzten Jahre.
Nikolas Oppenberger als "Schlussstein" - Kraus und Mahren "Stand By Spieler"
Rechtzeitig vor dem ersten Testspiel heute Abend in Königsbrunn hat der EV Lindau seinen Kader komplettiert. Nikolas Oppenberger soll dabei der letzte Mosaikstein einer erfolgreichen Saison der Islanders sein. Der 22jährige überzeugte als Try- Out Spieler im Training und deutete sein großes Potenzial mehr als nur an. "Es ist nicht so einfach, sich 'auf Probe' zu empfehlen, aber Nikolas hat schnell gezeigt, dass er ein Spieler ist, wie wir ihn brauche", urteilt Trainer Michael Rossi über den schnellen Außenstürmer mit Tordrang. "Er kann ein ganz wichtiger Mann für uns werden. Vor allem mit seiner Einstellung ist er ein Spieler, wie man ihn sich als Trainer wünscht." Gezweifelt hat man beim EVL an den Fähigkeiten Oppenbergers sowieso nicht. Letztlich waren auf beiden Seiten Kleinigkeiten zu klären. Oppenberger, der die vergangene Saison beim Oberligisten Deggendorf begann und im November zum EHC Bayreuth wechselte, kehrt im Sommer in seine Heimatstadt Kempten zurück, wo er auch studieren wird. "Er hat bei uns angefragt und wir haben festgestellt, dass er ein positiv Eishockey-Verrückter ist, der uns verstärken wird", sagt der sportliche Leiter Bernd Wucher. Für Bayreuth erzielte Oppenberger in 20 Spielen 13 Scorerpunkte (7 Tore). Zuvor kam er mit dem TEV Miesbach zu Meisterehren, erzielte 2009/ 2010 in 39 Spielen 33 Punkte (17 Tore). Auch in Memmingen überzeugte der 1 Meter 77 große und 77 Kilogramm schwere Allgäuer und knackte dort sogar die 20 Tore-Marke.
Mit dem jungen Stürmer, der bei den Islanders die Nummer 69 tragen wird, haben die Lindauer ihre Personalplanungen vorerst abgeschlossen. "Es könnte sich im Sturm noch eine weitere Option ergeben, aber hier müssen wir einfach noch warten und freuen uns, wenn sie zustande kommt. Wir sind aber jetzt schon überzeugt, eine gute Mischung aus jung und alt zu haben. Im Training harmonieren die Jungs immer besser", sagt Michael Rossi. Nachdem in der Defensive Stefan Wissenbach auch weiter für den EVL auflaufen wird, startet der Trainer in die nun beginnenden Testspiele mit jeweils vier Abwehr- und Sturmreihen. "Wir werden am Feinschliff arbeiten und auch experimentieren. Ergebnisse sind dabei zunächst zweitrangig." Dazu hat der Trainer noch zwei "Joker" in der Hinterhand. Denn zum Kader der Islanders werden auch weiterhin Peter Kraus und Dominic Mahren zählen. Allerdings aus beruflichen Gründen (Umschulung bzw. Polizeischule) nur als Teilzeitkräfte. "Sie werden sich selbst fit halten und an freien Tagen mit auf das Eis gehen", sagt Wucher. "Beide haben eine gute Grundkondition und sind Spieler, die sich schnell einfinden." So haben die Lindauer für den Fall der Fälle einen erfahrenen Center und einen schnellen Außen in der Hinterhand. Eine gute Lösung für eine lange Saison, die den Islanders sicher wieder alles abverlangen wird.
Der aktuelle Kader des EV Lindau:
Tor: Michael Gundlach, Nicolai Johansson (EV Ravensburg Junioren), Waldemar Quapp.
Abwehr: Fabian Burmann, Tobias Fuchs, Andreas Hops (inaktiv), Jiri Kunce, Bernhard Leiprecht (EV Ravensburg Junioren), Patrick Prell, Andreas Pufal, Markus Schweinberger, Martin Valenti, Stefan Wissenbach, Kenny Wolf (EV Ravensburg Junioren).
Sturm: Zdenek Cech (ERC Sonthofen), Mike Dolezal, Christof Hehle, Peter Kraus, Timo Krohnfoth, Dominic Mahren, Manuel Merk (EVL- Nachwuchs), James Nagle, Nikolas Oppenberger (EHC Bayreuth), Sascha Paul, Matthias Schwarzbart, Stephan Trolda (ERC Schweinfurt), Michael Waldherr (EV Ravensburg Junioren).
Abgänge: Pavel Mojtek (ESV Kaufbeuren), Milan Liebsch (Eisbären Heilbronn), Raphael Eckert (EV Lindau/ TV Lindenberg 1b), Daniel Pfeiffer (unbekannt).
Islanders informierten Ihre Partner
Sponsoren sind nicht nur Geldgeber, sondern Partner - gemäß diesem Motto lud der EV Lindau seine Sponsoren zu einem gemeinsamen Abend im Hotel Helvetia ein, um über die kurz bevorstehende Bayernliga-Saison aber auch die künftige Ausrichtung des Vereins zu informieren. Ein Vorgehen, das man selbst im Profisport nicht überall antrifft. "Sie als Sponsoren tragen einen wesentlichen Teil zu unserer finanziellen Grund-ausstattung bei, deshalb haben sie ein Recht, zu erfahren, was damit passiert und wie wir die Zukunft planen", sagte EVL Vorsitzender Marc Hindelang zu den rund 70 Anwesenden Gästen. Anschließend schilderte er den Wer-degang der letzten zehn Jahre, den viele der langjährigen Sponsoren aber auch nahezu der komplette aktuelle Vorstand mitgeprägt hätten. "Wir hatten damals kein Geld und keine Perspektive. In der Landesliga spielten wir gegen den Abstieg und hatten kaum Nachwuchs-spieler." Das Budget von 90000 D-Mark habe man mühsam zusammengekratzt. Heute planten die Islanders mit einem Etat von rund 300000 Euro, von dem über ein Drittel - 120000 Euro - für die Nachwuchsarbeit aufgewendet würde, vordringlich für Reise- und Ausrüstungskosten. Denn seit 2006 habe man die Zahl der Nachwuchsspieler von 60 auf 170 erhöht. Durch gezielte Maßnahmen wie Schnuppertrainings neugierig auf den Sport gemacht, durch pro-fessionelle Betreuung lizenzierter Trainer gefördert und dadurch bei der Stange gehalten.
Nicht nur in diesem Bereich sei der Verein enorm gewachsen. Die Zuschauerzahlen seien enorm gestiegen, 20000 bei Spielen des EVL, insgesamt 60000 Besucher der Eissportarena in der vergangenen Saison, die zahlreiche Highlights bot und Lindau "eindrucksvoll auf die Eishockey-Landkarte" gesetzt habe. "Sportlich ist der EVL ein Aushängeschild für unsere Stadt", sagte Hindelang.
Dem Wachstum müsse man nun strukturell gerecht werden. So will der EVL seine Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung am 20. September über die Er-weiterung des Vorstandes ab-stimmen lassen, "damit wir den künftigen Aufgaben noch besser gerecht werden können." Dazu gehörten insbesondere Marketing und Sponsoring. Darüber informierte Bernd Wucher, der diesen Bereich neben der sportlichen Leitung beim EVL betreut, nach-dem der neue Trainer Michael Rossi sich persönlich bei den Sponsoren vorgestellt hatte und Wucher den Gästen eine Über-sicht über Mannschaft und Gegner der Bayernliga gegeben hatte.
"Wir sind vom Zuspruch dieses Sponsorenabends überwältigt und freuen uns über die tolle Entwicklung?, sagte Wucher, der unter anderem die Hospitality- Möglichkeiten rund um die neue Sitztribüne herausstellte. Andreas Bendel vom EVL- Partner Medieninsel stellte anschließend weitere Werbemöglichkeiten in der Arena vor, etwa die Eis- oder Deckenwürfel- Werbung. Eindrucksvoll zog Bendel den bildlichen Vergleich zwischen der Möglichkeiten zwischen altem und neuem Stadion. "Gerade im Bereich der Banden- und Bannerwerbung gibt es viele Möglichkeiten und gute Pakete, die man hier schnüren kann." In Verbindung mit den Zugriffen auf die Homepage des EV Lindau könne der Verein seine Partner, aber auch sich selbst hervorragend präsentieren. So haben die Zugriffe auf evlindau.de mit Beginn der vergangenen Saison monatlich die Millionengrenze locker übersprungen, lagen von Oktober bis Februar zwischen 1,2 und 1,4 Millionen Besuchern. Selbst in den Sommermonaten habe man konstant bei über 400000 Zugriffen pro Monat gelegen. Bester Tag war der Tag der Arena Eröffnung mit 108000 Besuchern der Vereins-seite. Ansonsten sind vor allem die Sonntags-Spieltage mit 60000 Besuchern hoch frequentiert. Noch vor Saisonbeginn werde die Seite einen Relaunch erfahren. "Damit haben wir uns Zeit gelassen, weil wir es vernünftig machen wollten", erklärte Marc Hindelang, der bei gleichbleibend fairen Preisen noch mehr Zuschauer zum EVL locken wolle und auch die Sponsoren aufforderte, Freunde und Bekannte mit-zubringen. "Ich kenne so viele Menschen, die einfach mal zum Eishockey mitgegangen sind und gleich ihr Herz an diesen Sport verloren haben. Das geht in Lin-dau auch." Zudem werde die Eissportarena immer mehr auch ein Platz zum gemeinsamen Netzwerken - was nach den Präsentationen dann auch den Sponsorenabend des EV Lindau bis zum Abschluss bereicherte.
Jahreshauptversammlung am 20. September
Am Dienstag, den 20.09.2011 lädt der EV Lindau seine Mitglieder um 20:00 Uhr zur Jahreshauptversammlung ins Restaurant am See in der Inselhalle ein.
Folgende Punkte stehen auf dem Programm der Tagesordnung:
1. Begrüßung
2. Feststellung der Beschlussfähigkeit
3. Totengedenken
4. Bericht des 1. Vorstands und Tätigkeitsberichte 1. Mannschaft und Vorstand.
5. Kassenbericht
6. Beitragsanpassung
7. Satzungsänderung
8. Entlastung des Vorstandes
9. Ehrungen
10. Änderungen und Sonstiges.
Der EV Lindau freut sich über zahlreiches Erscheinen.
Das Islanders-Nachwuchs-Trainings-Camp
Auch dieses Jahr bieten die Islanders wieder eine Intensiv-Hockey-Trainingswoche mit vielen lizensierten Trainern zur Saisonvorbereitung für seine Nachwuchscracks an. Bei Interesse melden Sie sich bis zum 20.08.
Nachstehend finden Sie alle weiteren Informationen.
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Nur noch vier Wochen, dann beginnt in Lindau endlich wieder die Eiszeit. Mit dem Derbykracher gegen den ECDC Memmingen eröffnet der EV Lindau am 2. Oktober die Saison auf heimischem Eis, bevor fünf Tage später das erste Punktspiel gegen den amtierenden Bayernliga Meister ERC Sonthofen ansteht. Attraktive Spiele in der überdachten Eissportarena Lindau, für die die Karten heiß begehrt und damit knapp werden dürften - außer man besitzt eine Dauerkarte und ist für den Rest der Saison aller Platzsorgen ledig - und bekommt als besondere Zugabe beim Erwerb einer Dauerkarte auch noch einen Islanders-Fanschal obendrauf.
Diesen Service bietet der EV Lindau ab sofort an. "Die Sache hat gleich zwei Vorteile", sagt der für das Ticketing bei den Islanders zuständige EVL- Schatzmeister Matthias Vogel. "Man hat seine Karte auch bei den ausverkauften Spielen sicher und spart dabei noch Geld." So sind im Preis von 108 Euro (85 Euro ermäßigt, 33 Euro Kinder) alle Heimspiele der Islanders erhalten. Der Saisoneröffnung gegen Memmingen folgen 15 Spiel in der Vorrunde, anschließend drei in der Zwischenrunde. Je nach Saisonverlauf könnten dann bis zu fünf weitere Play- Off Spiele folgen. "Dann ist die Dauerkarte natürlich ein absolutes Schnäppchen", sagt Vogel, der Bestellungen unter vorverkauf(at)evlindau.de entgegennimmt und auch weitere Auskünfte zu freien Plätzen auf der Sitzplatztribüne geben kann.
Eine telefonische Bestellung von Stehplatzkarten ist zudem bei Babsy Reiss unter 0171/3717405 möglich.
Neue Homepage
Die ersten Trainingseinheiten unter Anleitung des neuen Trainers Michael Rossi sind absolviert und schon ergeben sich weitere Änderungen im Kader des EV Lindau. Sehr schnell konnten die beiden Probespieler Michael Waldherr und Kenny Wolf den Coach der Islanders überzeugen und werden in den Kader des Bayernligisten übernommen. "Beide haben ein gutes Potential und passen in unser Konzept, eine gesunde Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern aufzubieten", sagt der Lindauer Trainer über die beiden 22jährigen. Beide waren in der vergangenen Saison noch für die Bundesliga-Junioren und in der Vorsaison in der Regionalliga Süd/West für die 1B Mannschaft des EV Ravensburg an der Scheibe. Waldherr absolvierte zwischen 2006 und 2009 bereits rund 50 Bayernliga-Spiele für den ECDC Memmingen und gilt auch beim EVL als Kandidat auf einen Stammplatz. Der Name Waldherr ist in Lindau nicht unbekannt: Markus, der ältere Bruder des Stürmers, hütete einst das Tor des EVL. Aus der bekannten Talentschmiede Weißwasser stammt hingegen Kenny Wolf. Der junge Verteidiger hat nach den bisherigen Trainingseindrücken durchaus ebenfalls Chancen, einen Platz in der Stammrotation der Islanders Abwehr zu erobern. "In Sachen Einstellung sieht man einen deutlichen Unterschied zwischen diesen Jungs und so manchem jüngeren Lindauer Spieler", findet EVL- Vorsitzender Marc Hindelang deutliche Worte. "Wir wollen zwar immer mit so vielen Lindauern wie möglich an den Start gehen, aber wenn ich mir die Präsenzliste ansehe, dann fehlt mir das Verständnis, warum Eigengewächse Plätze fordern obwohl sie kaum oder gar nicht im Training erscheinen. Da fehlt mir eindeutig der Biss." Ein Beispiel können sich die EVL an Oldie Jiri Kunce nehmen. Laut Trainer Rossi ist der 41jährige "der fitteste Spieler. Man sieht ihm deutlich an, dass er im Sommer am härtesten von allen gearbeitet hat. Auf Leute mit solcher Einstellung kann der EV Lindau stolz sein." Ein solches Lob hätte auch der ebenfalls überzeugende Rückkehrer Andi Hops verdient, der allerdings einen üblen Rückschlag erlitt. Nach einem Unfall müssen die Lindauer nun sehr lange auf den Verteidiger verzichten. Gleichzeitig wird auch Raphael Eckert aus beruflichen Gründen kürzertreten und nur noch für die Lindau/Linden-berger 1b antreten. Gleichzeitig testen die Islanders derzeit noch weitere Spieler im Training. So haben aktuell drei weitere Stürmer die Chance, sich für die Bayernliga- Mannschaft des EVL zu empfehlen, wobei die Verantwortlichen bis zum ersten Testspiel am 9. September in Königsbrunn nichts überstürzen werden.
Auch abseits des Eises wirft die neue Saison ihre Schatten voraus. So wird noch vor Saisonstart die neue Homepage des EVL mit einem zeitgemäßeren Design "On Air" gehen. "Das hatten wir schon lange vor, aber nach Aufstieg und Halleneröffnung hatten einige andere Themen Vorrang", sagt Hindelang. Unter anderem auch die Sponsorenakquise. Zur Sponsorenpflege wiederum gehört ein Informationsabend, den die Lindauer diese Woche abhalten, um ihre Partner beim gemeinsamen Netzwerken auf die kommende Saison einzustimmen.
Der aktuelle Kader des EV Lindau:
Tor: Michael Gundlach, Nicolai Johansson (EV Ravensburg Junioren), Waldemar Quapp.
Abwehr: Fabian Burmann, Tobias Fuchs, Andreas Hops (inaktiv), Jiri Kunce, Bernhard Leiprecht (EV Ravensburg Junioren), Patrick Prell, Andreas Pufal, Markus Schweinberger, Martin Valenti, Kenny Wolf (EV Ravensburg Junioren).
Sturm: Zdenek Cech (ERC Sonthofen), Mike Dolezal, Christof Hehle, Timo Krohnfoth, Manuel Merk (EVL- Nachwuchs), James Nagle, Sascha Paul, Matthias Schwarzbart, Stephan Trolda (ERC Schweinfurt), Michael Waldherr (EV Ravensburg Junioren).
Abgänge: Pavel Mojtek (ESV Kaufbeuren), Milan Liebsch (Eisbären Heilbronn), Raphael Eckert (EV Lindau/TV Lindenberg 1b), Daniel Pfeiffer (unbekannt).
Krügers und Lofner hören auf.
Als Unterbau des semiprofessionellen Eishockeys im Süden der Republik wird die Bayernliga selbst immer anspruchsvoller. Von der Qualität des Sports konnten sich die Fans des EV Lindau in der vergangenen Saison Woche für Woche überzeugen ? und auch davon, dass die Islanders mit vielen anderen Vereinen mithalten konnten, zu den Top Teams allerdings eine Lücke klaffte. Dies weckt natürlich Begehrlichkeiten ? von oben. Die Oberliga Süd geht als dritte Spielklasse in der kommenden Saison mit neun Mannschaften ins Rennen ? weil sich der Deutsche Eishockey- Bund und die Verbände aus Bayern und Baden- Württemberg darauf einigten, dass genug ?nachkommt?. So soll es einen sicheren Aufstieger aus der Baden- Württemberg Liga geben ? und sichere zwei aus Bayern, damit die Oberliga auf zwölf Teams kommt.
Was das mit dem EV Lindau zu tun hat? Sicherlich nicht den Wunsch aufzusteigen ? aber einige der Gegner richten sich darauf ein, verstärken sich entsprechend und der Rest der Liga zieht mit, zumal mit den Aufsteigern Nürnberg, Waldkraiburg und Schongau Vereine mit solider Bayernliga- Vergangenheit nachrücken, was auch den Abstiegskampf entsprechend anheizen wird. Die Folge: Die Kader werden verstärkt und die Spieler werden öfter zum Training gebeten (der EVL geht ab heute Abend mindestens dreimal pro Woche aufs Eis), dazu kommen die beiden Spiele mit zum Teil weiten Auswärtsfahrten. Wenn man familiär und beruflich zu stark eingespannt ist, ist es kaum möglich auf diesem Niveau Eishockey als Hobby nachzugehen.
?Das ist schon sehr ambitionierter Sport, den wir da betreiben?, sagt EVL- Vorsitzender Marc Hindelang. ?Für Menschen mit klaren Arbeitszeiten und verständnisvollen Chefs oder Freiberufler und Studenten machbar, aber mit Familie dann auch wieder nur sehr schwer.? Ein Grund, warum mit Martin Krügers und Eric Lofner ? beide seit kurzer Zeit Familienväter - nun zwei langjährige EVL- Spieler mit erst 31 Jahren aufhören. ?Das ist schade, weil beide Lindauer Urgesteine sind, aber angesichts der Entwicklung verständlich, der Aufwand ist schon enorm?, sagt EVL- Teammanager Sebastian Schwarzbart.
Lofner trat schon in der vergangenen Saison vom Rücktritt zurück, da die Personalnot in der Abwehr groß war und bestritt wie Martin Krügers, der häufig geschäftlich im Ausland unterwegs ist, immerhin noch 22 Spiele. ?Es freut uns sehr, dass beide auf diese Weise noch das Erlebnis Bayernliga in der Arena mitnehmen konnten, für das sie in der Vergangenheit ja auch viel investiert hatten?, sagt Hindelang.
Immerhin spielte Krügers 14 Jahre in der ersten Mannschaft, Lofner aufgrund eines Abstechers zum TV Lindenberg deren elf. Schmucklos soll diese Zeit natürlich nicht zu Ende gehen ? am 2. Oktober beim Saisoneröffnungsspiel gegen Memmingen sollen sie aber noch einmal in der Eissportarena auflaufen und dabei gebührend verabschiedet werden. Einmal noch Eishockey auf hohem Niveau vor entsprechender Kulisse, das will man den langjährigen Spielern doch zumindest noch ermöglichen. ?Beim EVL vergessen wir keinen?, sagt Teammanager Schwarzbart. ?Außerdem halten wir in der 1b gerne Plätze frei.? Die spielt in der Bezirksliga, wo es deutlich ruhiger zugeht als zwei Klassen drüber.
Pufal und Valenti bleiben - Hops kommt zurück.
Der EV Lindau hat seine Abwehr komplettiert - mit Andreas Pufal und Martin Valenti bleiben den Islanders zwei Eckpfeiler der vergangenen Saison erhalten, zudem kehrt mit Andi Hops ein alter Bekannter zurück.
Damit werden drei weitere Spieler, die Qualität und Erfahrung versprechen für den EVL auf das Eis gehen. Nachdem Trainer Michael Rossi, der Hops aus gemeinsamen Tagen in Lustenau kennt, sich mittels persönlicher Gespräche und Videoanalyse über Pufal und Valenti informierte gab er Grünes Licht für die Verpflichtung des Trios. "Sie passen mit Ihrer Erfahrung ideal zu unseren jungen Verteidigern wie Bernhard Leiprecht, Patrick Prell oder Markus Schweinberger und ergeben einen sehr guten Defensivmix", sagt Rossi.
Andreas Pufal geht ebenso wie Martin Valenti in sein zweites Jahr beim EVL. Der 30 jährige spielte eine konstant gute Saison, war nicht nur in Defensive und Offensive (mit sechs Toren und 23 Vorlagen punktbester Verteidiger und fünft bester Scorer des EVL) wertvoll. "Andi ist ein Spieler, der Verantwortung übernimmt und auch seine Nebenleute führt. Ohne ihn hätte ein Liga-Neuling wie Patrick Prell kaum eine solch solide Saison spielen können", sagt der sportliche Leiter Bernd Wucher. "Außerdem ist er der Typ Spieler, den man lieber im eigenen, als im gegnerischen Team hat. Diese Faktoren wurden in der Öffentlichkeit viel zu wenig wahrgenommen, sind aber wichtig für jede Mannschaft." Der weitgereiste langjährige Zweit- und Oberligacrack ist ebenfalls überzeugt von der Station Lindau. "Verein, Stadt und auch das Publikum sind speziell. Die letzte Saison hat Spaß gemacht und als Mannschaft wollen wir die Euphorie weiter anheizen", sagt Pufal. Ins selbe Horn stößt Martin Valenti. Der schussgewaltige 35jährige stieß im Dezember zur Mannschaft, fügte sich mit seiner Erfahrung nahtlos ein und kam auf 7 Scorerpunkte (1 Tor) in 16 Spielen. "Ich habe mich hier pudelwohl gefühlt", sagt Valenti, der in seiner Vita ebenfalls schon einige Stationen erlebte. "Hier macht es richtig Spaß, außerdem haben wir einiges vor in der kommenden Saison." Weitgereist ? im doppelten Sinne ist auch Andreas Hops. Das Lindauer Eigengewächs, ebenfalls schon andernorts höherklassig unter Vertrag, kehrte im Frühjahr von einem neunmonatigen Auslandsaufenthalt von Bali zurück ? und geht bald auf das inzwischen überdachte Eis im Eichwald. "Ich freue mich riesig darauf in der Arena zu spielen", sagt der 35jährige, der im Sommertraining zu den fittesten Lindauer Spielern gehört. "Andi ist ein Spieler, der auch nach einem Jahr Pause keine große Anlaufzeit benötigen wird und sich dem Niveau einer höheren Liga immer wieder anpassen kann", sagt Wucher über den Rückkehrer.
Mit dem Defensivtrio ergeben sich im Lindauer Kader nun einige Variationsmöglichkeiten. Trainer Rossi stehen nun neun Verteidiger zur Verfügung, von denen allerdings drei auch schon Stürmer gespielt haben. "Wer seinen Platz letztlich wo finden wird, werden wir im Eistraining ab dem 16. August sehen", sagt Wucher, der weiter Augen und Ohren offen halten wird. "Wenn man sieht, wie sich die Konkurrenz personell ausstattet, weiß man, dass es eine anspruchsvolle Saison werden wird." Hier wollen die Islanders konkurrenzfähig bleiben, zumal wohl noch zwei oder drei Abgänge aus beruflichen und familiären Gründen von Spielern ins Haus stehen, die schon länger zum Kader gehören. "Wir sind da in Gesprächen und können angesichts der bestehenden Zusagen hier aber noch Geduld haben", sagt Wucher, der zudem einige junge Spieler zum Probetraining eingeladen hat, da die Islanders "definitiv mit vier Blöcken und drei Torhütern in die Saison gehen werden". Dazu wird Daniel Pfeiffer allerdings nicht gehören. Er verlässt den EVL nach nur einer Saison wieder, da er in Stuttgart seine Masterarbeit schreiben wird ? womit dann wieder ein Platz im Sturm frei wäre. Es käme nicht überraschend, wenn den ein stürmischer Verteidiger übernehmen würde.
Der aktuelle Kader des EV Lindau:
Tor: Michael Gundlach, Nicolai Johansson (EV Ravensburg Junioren), Waldemar Quapp.
Abwehr: Fabian Burmann, Tobias Fuchs, Andreas Hops (inaktiv), Jiri Kunce, Bernhard Leiprecht (EV Ravensburg Junioren), Patrick Prell, Andreas Pufal, Markus Schweinberger, Martin Valenti.
Sturm: Zdenek Cech (ERC Sonthofen), Mike Dolezal, Raphael Eckert, Christof Hehle, Timo Krohnfoth, Manuel Merk (EVL- Nachwuchs), James Nagle, Sascha Paul, Simon Prell (EVL- Nachwuchs), Matthias Schwarzbart, Stephan Trolda (ERC Schweinfurt).
Abgänge: Pavel Mojtek (ESV Kaufbeuren), Milan Liebsch (Eisbären Heilbronn), Daniel Pfeiffer (unbekannt).

Paul bleibt - Leiprecht kommt
Eine bewährte junge Kraft bleibt beim EV Lindau, eine neue will sich beim EVL bewähren. Mit Sascha Paul und Bernhard Leiprecht haben die Islanders zwei weitere Spieler der Kategorie "jung und forsch" im Kader. Neuzugang Leiprecht, vor kurzem 22 Jahre alt geworden, kommt von den Bundesliga-Junioren des EV Ravensburg zum EV Lindau. Zwar wurde der 1 Meter 78 große und 80 Kilogramm schwere Verteidiger vergangene Saison sogar sieben Mal bei den Tower Stars in der zweiten Bundesliga eingesetzt. Dem Juniorenstatus entwachsen, sieht er seine Chance zur Weiterentwicklung nun aber in der Bayernliga. "Ich will möglichst viel Eiszeit bekommen und auch Verantwortung übernehmen, sagt der Tettnanger, der dem EVL die nötige "Blutauffrischung" an der blauen Linie gibt. "Bernhard war der Topverteidiger der EVR in der Junioren-Bundesliga. Er ist ein Perspektivspieler, der läuferisch gut ist und als Zwei Wege Verteidiger auch seine Möglichkeiten nach vorne hat", urteilt der sportliche Leiter Bernd Wucher über den Neuling, der die Zahl der Verteidiger auf nunmehr sechs und damit auch den Konkurrenzkampf erhöht. Auch im persönlichen Gespräch überzeugte Leiprecht: "Ein junger Mann mit klaren und realistischen Vorstellungen mit einer guten Einstellung zum Sport. Schließlich macht er derzeit in Füssen seine Trainer B-Lizenz."
Erkundigt über den EVL hat sich Leiprecht bei einem guten Freund, der ebenfalls dem Kader der kommenden Saison angehören wird: Sascha Paul ist bereits seit 2006 Islander, in der vergangenen Saison nahm sich der 23jährige allerdings eine kurze Auszeit und verbrachte neun Monate in Australien. Erst im Januar kehrte er vom fünften Kontinent zurück und half mit, in sechs Spielen den Klassenerhalt der Lindauer in der Bayernliga zu sichern. "Mit einer kompletten Saisonvorbereitung im Rücken kann er an alte Zeiten anknüpfen" sagt Bernd Wucher. Der kampfstarke Stürmer, der auf allen Offensivpositionen eingesetzt werden kann und immer wieder für Druck auf das gegnerische Tor sorgt, erzielte in vier Jahren 66 Tore für den EVL.
Im eben gestarteten Sommertraining des EV Lindau sind zudem auch einige junge Lindauer Eigengewächse wie die Stürmer Raphael Eckert (vergangene Saison bereits 21 Einsätze in der Bayernliga), Manuel Merk und Simon Prell mit von der Partie, um sich für die kommende Saison empfehlen zu können. Gleichzeitig werden sie aber auch für die 1b spielberechtigt sein.
Parallel dazu laufen die weiteren Kaderplanungen bei den Islanders auf Hochtouren. In enger Abstimmung mit Trainer Michael Rossi werden nun die letzten Planstellen im Tor, der Verteidigung und im Sturm nach und nach besetzt.
Schuften für die Bayernliga
Unter der fachkundigen Anleitung von Ex-EVL-Spieler und Trainer Harry Schäfler (Foto 1 links im Bild, Foto 2 rechte Reihe zweiter von hinten, siehe zudem Interview) schwitzen die Spieler des EV Lindau derzeit im Sommertraining. Auch bei größter Hitze soll schließlich die konditionelle Grundlage für die Eiszeit geschaffen werden. ?Die Spieler sind bei Harry in besten Händen?, sagt der sportliche Leiter es EVL, Bernd Wucher. ?Ein lizenzierter Personaltrainer, der selbst Eishockey- Profi war ? besser können wir es ja gar nicht treffen.? In Absprache mit Trainer Michael Rossi wurde ein Plan erarbeitet, der die Islanders körperlich in Topform bringen soll.
Neben Einheiten im Fitness- Studio trainieren die Islanders dreimal pro Woche im freien, wobei der samstägliche Pfänder-Lauf so hart ist, wie er klingt... Alles schuften ist angelegt auf den Start der Bayernliga- Saison am 7. Oktober. Dass die Liga wie im Vorjahr mit 16 Klubs an den Start gehen wird, war zuletzt noch einmal unklar geworden. Der Deutsche Eishockey- Bund (DEB) wünschte sich für seine schwächelnde Oberliga einen weiteren Klub um in dieser dritten Liga wenigstens mit zehn Teams an den Start gehen zu können. Der Bayerische Verband (BEV) wollte den gewünschten Nachrücker (Schweinfurt war lange bereit) nur ziehen lassen, wenn die Bayernliga- Klubs einer 15er Liga zustimmen, damit durch Nachrückende Vereine die Ligen darunter nicht aus den Fugen geraten. ?Das war von beiden Seiten alles sehr schlecht vorbereitet. Der DEB hat seine Hausaufgaben nicht gemacht und der BEV sich auf seine Paragrafen berufen?, sagt EVL- Vorsitzender Marc Hindelang. ?Das hätte man alles früher und eleganter lösen können. Jetzt verliert man wieder ein Jahr, weil versäumt wurde, vernünftige Strukturen zu schaffen.? Vieles laufe nun auf einen ?gleitenden? Aufstieg hinaus, nachdem dann so viele Teams aus Bayern und Baden-Württemberg in die Oberliga aufsteigen, damit diese die Sollstärke von zwölf Teams erreicht. Denkbar wären in diesem Modell bis zu drei Aufsteiger aus der Bayernliga. ?Ich denke schon, dass es Vereine gibt, die das Zeug dazu haben?, sagt Hindelang. ?Zum Wohle des Eishockeys sollte man sie dann auch hinauf lassen, wenn sie sich dazu bereit fühlen.
Das Thema für die Islanders werde aber weiterhin lauten, sich in der Liga zu etablieren. Was nicht einfach wird, angesichts der starken Konkurrenz. Nachdem der TSV Erding durch den Verzicht von Meister Sonthofen den Aufstieg in die Oberliga Süd wahrgenommen hat und Höchstadt sowie Pfronten abstiegen, kommen drei neue Vereine in die Liga: Die sportlichen Aufsteiger EHC 80 Nürnberg und EHC Waldkraiburg, sowie Nachrücker EA Schongau, was den Islanders ein weiteres interessantes Derby bescheren wird.
Quapp bleibt - Johansson kommt
Gleich dreifach hat der EV Lindau die wichtigste Position im Eishockey besetzt: Die des Torhüters. Nachdem Michael Gundlach schon vor geraumer Zeit seine Zusage für eine weitere Saison im Lindauer Trikot gegeben hat, sagte nun auch Waldemar Quapp: "Ich habe so viel Spaß beim EVL, ich hänge noch eine Saison dran." Damit geht der 41-Jährige in seine sechste Saison bei den Islanders.
In der scheint für den Oldie ("Ich will meine Erfahrung gerne an die beiden jungen Torhüter weitergeben"), der vergangene Saison in der Bayernliga in 18 Spielen startete, alles möglich zu sein: Vom Status der Nummer Eins bis hin zu dem eines Standby- Goalies. Allerdings hängt Letzteres nicht unwesentlich von den Leistungen des dritten Keepers im Bunde ab: Nicolai Johansson (21) wechselt von den Bundesliga- Junioren des EV Ravensburg nach Lindau "und soll den beiden etablierten Torhütern Dampf machen", so Bernd Wucher.
Der hochtalentierte, großgewachsene Torhüter wird zusätzlich für 1b Mannschaft spielberechtigt sein, die auch in dieser Saison als Spielgemeinschaft mit dem TV Lindenberg an den Start gehen wird. Dabei ist er aber ehrgeizig und talentiert genug, sich einen Platz in der ersten Mannschaft zu erobern: In der vergangenen Saison teilte sich Johansson den Platz im Ravensburger Tor gleichberechtigt mit dem Slowaken Matthias Nemec, der nun in den Profikader der Towerstars aufrückte.
Gundlach (24), Quapp (41) und Johansson (21) - die Islanders sehen den Mix auf der Torwartposition als ideale Konstellation an.
"Jeder kann vom anderen lernen und wird zu 100% motiviert sein - auch für Trainer Michael Rossi ist es eine Wunschbesetzung. Über die lange Saison müssen wir immer auf alles vorbereitet sein, da hilft es uns unheimlich mit drei guten Goalies in die Saison zu gehen", sagt Wucher. Damit der EV Lindau hinten dicht machen kann.